2017

Dieses Mal ein ganz anderes Stück – von Erfolg gekrönt!


Der Titel an sich ließ viele skeptisch fragen, was denn da wohl auf sie zukommt.
Dass am Ende wieder ein neuer Besucher-Rekord herausprang,
gehört zu den vielen positiven Aspekten dieser Spielzeit.

Doch der Reihe nach – worum ging’s in diesem Lustspiel? – Kommödie? –Klammotte?
Egal. Das Publikum hatte einen Riesenspaß, das Ensemble nicht minder.

Lotti (Gabi Hellman, furios, wie ein Wirbelwind) und Lumpi (Norbert Weimer, schelmisch,
symphatisch – auch die leisen Töne beherrschend) leben arm, aber glücklich in ihrer herunter gekommmenen Fischerhütte am Uettinger See. Sie stiebitzen Brennholz von der Hüäh – Walli ( Erika Endres, herrlich aufgeregt und erfrischend, sehr überzeugend ), was die natürlich ärgert.


Eines Tages taucht Hans (Fabian Häuslein, Spitzenleistung, wie schön sich doch ein Mensch ekeln kann!) auf. Er ist auf der Suche nach seinem leiblichen Vater. Eine Wahrsagerin hat ihm erzählt, dies sei ein armer Fischer namens Lumpi. Nun glaubt Hans, ihn gefunden zu haben. Er verliebt sich in die Wirtshausbedienung Zenz (Jasmin Weimer mit einer bravourösen Leistung bei ihrem Debüt – Glückwunsch!). Sein Kumpel „Zasterschorsch“ (Florian Endres nach siebenjähriger Pause zurück im Team, sehr überzeugend mit erkennbarer Freude am Spiel) bringt ihn auf die Idee, dass hier wohl Hellseher am Werke sind.

Das nimmt Hans zum Anlass, Lotti vorzuspielen, dass sie Weissagungen treffen kann. Ergibt ihr Geld dafür und meint, somit seinen Vater zu unterstützen.
Damit das Ganze nicht auffliegt, bestätigt er stets Lottis Vorhersagen.
Die Nachbarin Resi, „Mumien – Resi“ (Sonja Bolch, unsere Spezialistin für „schräge“ Rollen – das kann nicht jeder, wirklich super gemacht) hat Lotti mit ihrem Buch über die alten Ägypter schon vorher auf die Idee des Orakelns gebracht.
Nachdem sich im Dorf herumgesprochen hat, dass im Ort ein Regenwurmorakel zugange ist, kommen immer mehr, um sich die Zukunft vorhersagen zu lassen. Auch die Huber – Nachbarin (Petra Osborne, erstaunlich, was man aus einer kleinen Rolle herausholen kann – jeder Satz ein Lacher -Respekt!) und der Göüker Willi (Wolfram Geiger, unübertroffen in Mimik und Gestik!) wollen ihre Zukunft wissen.
Natürlich kann Lotti nicht orakeln, schon gar nicht aus dem Lauf eines Regenwurms, den ihr Lumpi in Ermangelung eines ägyptischen Mistakäfers als heiliges Tier bringt.
Am Ende fliegt alles auf und im Dorf kehrt wieder Ruhe ein.
Neben der tollen schauspierlerischen Gesamtleistung des Ensembles wurde diesmal auch das Bühnenbild besonders gelobt. Es war sicher nicht einfach,ein zweigeteiltes Bühnenbild mit Innen- und Außenbereich zu gestalten. Die Umsetzung jedoch war perekt!!!

Dank also an die gesamte Mannschaft der mundARTisten für diese schöne Spielzeit!
Wir freuen uns schon auf die Nächste.